Jetzt geht uns aber wirklich die Erwerbsarbeit aus. Also ganz vielen, sagt eine Studie. Da muss man genauer hinschauen

Wir steigen ein in das nächste Schwerpunktthema: „Digitalisierung, Roboterisierung, „Industrie 4.0“. Geht uns (wieder) einmal die Arbeit aus?“. Unzählige Medienberichte und Forschungsarbeiten gibt es mittlerweile zu dem Thema – und immer wieder (und immer noch) wird in diesem Zusammenhang die mittlerweile berühmte Studie von Frey/Osborne aus dem Jahr 2013 zitiert. Die steht stellvertretend als „Beleg“ für die Aussage, dass uns nun eine große automatisierungsbedingte Welle an Jobverlusten bevorsteht, die vielen Menschen ihren Erwerbsarbeitsplatz kosten wird.

Vor dem Hintergrund der herausragenden Bedeutung der genannten Studie ist es wichtig, sich mit dem Original auseinanderzusetzen und das aus einer methodenkritischen Sicht. Das muss man üben.

Hier ist das Original, der viel zitierten Studie:

➔ Carl Benedikt Frey and Michael A. Osborne (2013): The Future of Employment: How Susceptible are Jobs to Computerisation?, September 17, 2013

Bitte laden Sie sich das Paper herunter und bearbeiten Sie bitte diese Aufgabenstellung:

➔ Wie sind die beiden Autoren vorgegangen, um die Automatisierungswahrscheinlichkeit der Berufe zu bestimmen?

➔ Welche Kritik an dem konkreten methodischen Vorgehen von Frey/Osborne könnte man vortragen? Berücksichtigen Sie dabei die seit dem Erscheinen der Studie immer wieder anzutreffende Generalisierung der von den beiden Wissenschaftlern ausgewiesenen Werte, die Automatisierungswahrscheinlichkeit von Berufen betreffend.