Die KI und die negativen Auswirkungen (nicht nur) auf Einstiegsjobs

Immer öfter findet man in der Wirtschaftspresse Berichte, dass durch „die“ KI Arbeitsplätze wegfallen. Zuweilen hat man den Eindruck, dass ganze Berufsgruppen zur Disposition stehen.

Nehmen wir den Journalismus. »In einer Mitteilung von RTL klingt es, als ginge es bei der Sendergruppe bergauf. Die Wahrheit ist eine andere: 230 Arbeitsplätze für Journalisten fallen weg. Die Künstliche Intelligenz übernimmt«, so Michael Hanfeld in seinem Kommentar KI statt Journalisten. Lesen wir weiter:

»Dass man negative Nachrichten in eigener Sache ein wenig verpackt, damit sie nicht ganz so negativ rüberkommen, gehört zum kleinen Einmaleins der PR. Es jedoch so zu übertreiben wie RTL in einer Mitteilung, ist großes, trauriges Kino. „RTL News stellt sich für die Zukunft neu auf: Klare Fokussierung, starke Marken, zentrale Newsrooms und Inhalte-Desks.“ Ziel sei es, „journalistische Qualität weiter zu stärken, redaktionelle Kräfte dank voranschreitender Digitalisierung und KI noch effektiver zu nutzen und die publizistische Schlagkraft in einer digitalen Welt zukunftsfähig auszubauen“, heißt es da. Es folgen Ausführungen über neue, unendlich scheinende Sendestrecken und der Verweis auf den „zentralen plattformübergreifenden Newsroom in Köln, mit einem Pendant in Berlin, sowie Inhalte-Desks mit dem Schwerpunkt auf VIP- und Magazin-Themen sowie der Steuerung der übergeordneten Zusammenarbeit bei ntv.de, stern.de und rtl.de“.

Die eigentliche Nachricht findet sich unter „ferner liefen“: RTL streicht im Rahmen des schon angekündigten Abbaus von 600 Stellen 230 Arbeitsplätze für Journalisten. Betriebsbedingte Kündigungen „sollen“ vermieden werden. Dass das gelingt, mag man nicht glauben.1 Massenentlassungen, weil die KI übernimmt. Nicht Menschen gestalten Nachrichten, sondern Datenmaschinen. So müsste die Überschrift lauten.

Es gibt weitere konkrete Beispiele für KI-bedingten Personalabbau: Großunternehmen planen Tausende Stellenstreichungen, explizit unter Verweis auf KI: 

➔ Die Lufthansa etwa will bis 2030 rund 4000 Jobs in der Verwaltung abbauen und verstärkt auf digitale Prozesse setzen. 

➔ Der Versicherer Allianz hat angekündigt, bis zu 1800 Callcenter-Stellen mit KI zu ersetzen.

Berufseinsteiger – und damit Hochschulabsolventen – als „KI-Risikogruppe“?

Immer öfter wird nun darüber berichtet, dass es die KI besonders Berufseinsteigern schwer macht, Fuß auf den Arbeitsmarktboden zu fassen. »Seit ChatGPT den Markt aufmischt, schrumpft die Nachfrage nach Jobs mit hoher KI-Anfälligkeit. Betroffen sind vor allem Juniorstellen. Denn die Firmen ersetzen Routinearbeit und halten an erfahrenen Kräften fest«, so Holger Schmidt in seinem Beitrag KI macht Berufseinsteigern das Leben schwer, der am 10. Dezember 2025 veröffentlicht wurde. Und der präsentiert interessante, den einen oder anderen sicher auch beunruhigende Befunde:

Die Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 markierte einen Wendepunkt, nicht nur technologisch, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt. Erstmals lässt sich mit Daten belegen, wie generative KI die Nachfrage nach Arbeitskräften beeinflusst. Eine neue Weltbank-Studie kommt zu dem Schluss, dass die Zahl der Stellenausschreibungen für Berufe mit hoher Anfälligkeit für KI-Substitution seit Ende 2022 deutlich gesunken ist.

Die Forscher nutzten die Einführung von ChatGPT als „exogenen Schock“ und verglichen Berufe mit hoher und niedriger KI-Ersetzbarkeit. Das Ergebnis ist eindeutig: 

➔ Bis Juni 2025 gab es in Berufen mit hoher KI-Anfälligkeit2 durchschnittlich zwölf Prozent weniger Jobangebote als in weniger KI-exponierten Berufen. Und der Effekt verstärkt sich mit der Zeit: Im ersten Jahr nach der Veröffentlichung von ChatGPT waren es rund sechs Prozent weniger Stellen, im dritten Jahr sogar 18 Prozent.

Die Autoren isolieren vor allem Substitutionseffekte: Dort, wo KI menschliche Tätigkeiten ersetzen kann, schrumpft die Stellennachfrage. Dagegen wurden komplementäre Effekte, bei denen KI als Hilfsmittel die Produktivität steigert, ohne Jobs zu ersetzen, herausgerechnet. 

Besonders betroffen sind einfache Büro- und Verwaltungsaufgaben sowie Einstiegspositionen. So brach die Zahl der Stellenausschreibungen in administrativen Support-Tätigkeiten um 40 Prozent ein, in den Professional Services wie Beratung und Buchhaltung um 30 Prozent.

Die größte Delle zeigt sich bei Juniorkräften: Bei Jobs, die keinen Hochschulabschluss erfordern, sank die Nachfrage um 18 Prozent und bei Positionen ohne umfangreiche Berufserfahrung um 20 Prozent. Viele typische Einstiegsstellen, in denen Berufsanfänger bisher Routineaufgaben erledigten, die potentiell auch von einer KI übernommen werden können, werden seltener ausgeschrieben. Unternehmen scheinen hier die neuen KI-Tools einzusetzen, anstatt zusätzliche Junior-Mitarbeiter einzustellen.

Ein Einstiegsjob-Beben ist spürbar: In Großbritannien und in den USA ist der Begriff „Jobpokalypse“ für Hochschulabsolventen in Umlauf. Er beschreibt eine Entwicklung, die das untere Ende der Karrierepyramide ausdünnt. In diesen Ländern sind Jobangebote für Uni-Absolventen binnen eines Jahres um etwa ein Drittel zurückgegangen. Auch in Deutschland zeigen Indikatoren eine ähnliche Tendenz: Laut einer Auswertung der F.A.Z. und Index Research ging die Zahl der Stellenanzeigen für Berufseinsteiger in den vergangenen zwei Jahren um 34 Prozent zurück, während der gesamte Stellenmarkt um 18 Prozent schrumpfte. Das Jobportal Stepstone verzeichnete im ersten Quartal 2025 sogar 45 Prozent weniger ausgeschriebene Einstiegspositionen als im Durchschnitt der vorherigen fünf Jahre.

Verantwortlich gemacht wird dafür häufig die KI. Vor allem in den USA, wo Unternehmen neue Technologien oft schneller einführen, scheint ChatGPT bereits Spuren im Recruiting zu hinterlassen. Eine Analyse der Jobplattform Indeed zeigt etwa, dass im US-Techsektor die Zahl der ausgeschriebenen Junior-Stellen seit 2020 um 34 Prozent gefallen ist, während die Angebote für erfahrene Tech-Fachkräfte mit mindestens fünf Jahren Berufspraxis nur um 19 Prozent zurückgingen.

Nun könnte man sagen, dass das vielleicht aus dem US-amerikanischen Arbeitsmarkt der Fall ist, aber doch nicht in Deutschland. Aber: 

In Deutschland ist dieser Effekt mindestens ebenso stark ausgeprägt: Junior-Softwareentwickler werden derzeit 54 Prozent seltener gesucht als 2020, während die Zahl der Stellen für Senior-Entwickler lediglich um 15 Prozent gesunken ist. Im IT-Support zeigt sich ein noch extremeres Bild: Hier gibt es über 40 Prozent weniger Junior-Ausschreibungen als vor fünf Jahren, jedoch 27 Prozent mehr Stellen für Senior-Experten. Unternehmen bevorzugen also zunehmend erfahrene Mitarbeiter, während es Berufsanfänger immer schwerer haben.

Die Harvard-Ökonomen Seyed Hosseini Maasoum und Guy Lichtinger sprechen in einer aktuellen Studie von einem „technologischen Wandel zugunsten der Seniorität“. Die Einführung generativer KI führe dazu, dass die „unteren Stufen der internen Karriereleiter schmaler werden“. Ihre Untersuchung von US-Firmendaten zeigt: Nach Einführung von KI-Tools in Unternehmen sinkt die Zahl der Junior-Beschäftigten deutlich, während die Zahl der Senior-Angestellten konstant bleibt.

Auffällig dabei: Der Rückgang resultiert vor allem daraus, dass weniger Nachwuchskräfte neu eingestellt werden, und nicht primär aus Entlassungen. Firmen verzichten eher auf neue Junior-Einstellungen, statt ihren erfahrenen Stamm abzubauen. Kurzfristig sichert das Know-how und spart Kosten, doch langfristig könnte ein solches „Ausdünnen“ am Einstieg die internen Talentpipelines leerlaufen lassen.

Trotz dieser alarmierenden Befunde ist ein KI-bedingter Kahlschlag am Arbeitsmarkt bislang kein empirisches Faktum, sondern vor allem eine Befürchtung. Manche Experten warnen vor Übertreibung. Eine aktuelle Analyse von Yale University und Brookings Institution fand keine Anzeichen einer abrupten „KI-Jobapokalypse“ und betont Parallelen zu früheren Technologiezyklen. So verändere sich das Berufs- und Aufgabenprofil seit ChatGPT zwar messbar, aber in einer Größenordnung, wie man sie auch bei der Einführung von Computer und Internet gesehen hat.

Neue Technologien brauchen oft Jahre, bis sich ihre volle Wirkung auf die Beschäftigung entfaltet, da Unternehmen erst organisatorisch und kulturell nachziehen müssen. Generative KI ist zwar schneller zugänglich als frühere IT-Innovationen, doch ihre flächendeckende produktive Integration verläuft schleppend und ungleichmäßig. In manchen Branchen wie der Softwareentwicklung oder den Medien haben Mitarbeiter die neuen Tools fix adaptiert. In stark regulierten Feldern wie Medizin, Recht oder Finanzen ist dagegen Zurückhaltung geboten. Datenschutz, Haftungsrisiken und Qualitätskontrollen bremsen die spontane Ablösung menschlicher Arbeit durch Chatbots, sodass KI in vielen Unternehmen eher assistierend als substituierend eingesetzt wird.

Offenkundig werden viele KI-Gewinne zunächst in Form von höherer Effizienz und nicht als Stellenabbau realisiert. Beschäftigte nutzen ChatGPT oft, um ihre eigene Produktivität zu steigern, anstatt sich komplett ersetzen zu lassen. So zeigen Nutzungsdaten des KI-Anbieters Anthropic, dass etwa die Hälfte der Chatbot-Abfragen von Angestellten dem Zweck der Arbeitsaugmentation dient, also der Unterstützung bei Aufgaben, nicht deren Automatisierung.

Gleichzeitig wäre es naiv zu glauben, KI bliebe ohne strukturelle Folgen. Viele Ökonomen vergleichen den Aufstieg von Gen AI mit Basistechnologien wie der Dampfmaschine oder der Elektrizität. Das Potential ist riesig, verteilt sich aber über Jahre und geht mit Wohlstandsgewinnen wie Verteilungskonflikten einher. Neue Berufsprofile entstehen bereits: So ist die Nachfrage nach KI-Spezialisten förmlich explodiert. In der Tech-Branche der USA stieg die Zahl der Stellenausschreibungen für Machine-Learning-Engineers binnen fünf Jahren um 56 Prozent, und diese Jobs gehören mit einem Mediangehalt von rund 260.000 Dollar inzwischen zu den bestbezahlten überhaupt. Unternehmen wie Open AI, Microsoft und diverse Start-ups suchen händeringend Entwickler, Prompt Engineers oder KI-Trainer.

Die Weltbank-Studie selbst weist darauf hin, dass Gen AI langfristig auch ganz neue Kategorien von Arbeit schaffen und die Produktivität so steigern könnte, dass per saldo wieder mehr Arbeitskräfte gebraucht werden. 

Historisch gesehen wurden technologische Produktivitätsgewinne häufig in Form von Wachstumseffekten „reinvestiert“: Sie führten zu neuen Produkten, neuen Märkten und letztlich neuen Jobs

➔ Eine IAB-Simulation erwartet für Deutschland genau dieses Muster: In 15 Jahren könnten rund 800.000 Stellen wegen KI wegfallen, aber in etwa gleicher Zahl andere neu entstehen, sodass das Beschäftigungsniveau per saldo stabil bliebe. Die Wirtschaftsleistung hingegen würde deutlich profitieren, da das Bruttoinlandsprodukt durch breitflächigen KI-Einsatz um 0,8 Prozentpunkte pro Jahr schneller wachsen könnte.

Hier die zitierte neue Studie aus dem IAB im Original:

➔ Gerd Zika et al. (2025): Künstliche Intelligenz: Potenzielle Effekte für den deutschen Arbeitsmarkt. IAB-Forschungsbericht, Nr. 23/2025, Nürnberg: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), 2025

Sind es nur die jüngeren Akademiker, die derzeit von einer steigenden Arbeitslosigkeit betroffen sind?

Gegenwärtig trifft es zwar überdurchschnittlich viele Absolventen (die früher problemlos auf dem Arbeitsmarkt haben Fuß fassen können), aber auch Ältere sind betroffen. Dazu ein Beispiel aus der aktuellen Wirtschaftsberichterstattung:

»Tausende Führungskräfte haben 2025 ihren Job verloren – und die Kündigungen gehen weiter. Ganze Leitungsebenen fallen weg. Die Firmen wollen sparen und schneller werden«, berichten Claudia Obmann, Bert Fröndhoff und Michael Schepp in ihrem Artikel „Zahl arbeitsloser Manager erreicht Höchststand“, der am 9. Januar 2026 im Handelsblatt veröffentlicht wurde.

Der Personalabbau in deutschen Unternehmen trifft Manager und Führungskräfte mit voller Wucht. Binnen eines Jahres ist die Zahl arbeitslos gemeldeter Führungskräfte aller Branchen um 14 Prozent hochgeschnellt, so eine Analyse der Bundesagentur für Arbeit.

Vor allem Abteilungs- und Bereichsleiter, aber auch Geschäftsführer sind von den Stellenstreichungen betroffen. Im Jahr 2024 waren im Schnitt etwa 43.000 Führungskräfte arbeitslos gemeldet. 2025 waren es 49.000. Der prozentuale Anstieg ist laut Agentur für Arbeit deutlich größer als bei anderen Beschäftigtengruppen.

Das markiert einen Höchststand. 2015, so weit geht die Erfassung auf vergleichbarer Basis zurück, lag die Zahl der beschäftigungslosen Manager bei durchschnittlich rund 37.000. 2018 waren es sogar nur 32.000. Binnen sieben Jahren ist dieser Wert um 52 Prozent gestiegen – besonders stark seit der Verschärfung der Weltwirtschaftskrise ab Ende 2023.

In den Rekordzahlen spiegeln sich auch die Umbau- und Sparprogramme vieler Unternehmen wider. Anders als in früheren Sparrunden setzen sie verstärkt in den Verwaltungen und Hierarchieebenen an.

Experten wie Nils Schmidt, Vorstand des Deutschen Verbands für Fach- und Führungskräfte (DFK), bestätigen den Trend: Eine Umstrukturierungs- und Entlassungswelle wie 2025 habe er noch nicht erlebt, sagt er. Etwa 2000 Führungskräfte haben wegen Kündigungen und Aufhebungsverträgen um Hilfe bei Schmidt und seinen Kollegen gebeten – so viel wie in keinem Jahr zuvor. „Selbst die Sommerflaute blieb diesmal aus“, sagt der Jurist.

Dabei muss man berücksichtigen, dass die offiziellen Zahlen eine Unterschätzung der tatsächlichen Arbeitslosigkeit bei diesem Personenkreis darstellt:

➔ Die Dunkelziffer ist hoch, denn viele Trennungen werden diskret abgewickelt und tauchen in den offiziellen Zahlen der Bundesagentur nicht auf. Ältere Manager haben Vorruhestandsregelungen und gehen danach in Rente – diese Fälle werden gar nicht gemeldet. Dazu kommt: Wer einen Aufhebungsvertrag akzeptiert und über gutes Fachwissen verfügt, meldet sich nicht arbeitslos, sondern geht in vielen Fällen zunächst in die Selbstständigkeit, etwa als freier Berater. Auch diese bisherigen Führungskräfte tauchen nicht in der Arbeitslosenstatistik auf.

In den laufenden Umbauprogrammen großer Konzerne werden ganze Führungsebenen und Funktionen gestrichen, um weniger bürokratisch zu sein und schneller entscheiden zu können.

„Deutsche Unternehmen erkennen, dass ihre Headquarter-Strukturen über die Jahre immer komplexer und teurer geworden sind“, wird Cyrus Asgarian, Senior Partner bei Roland Berger, zitiert. Die Verwaltungskosten sind bei vielen Konzernen weiterhin hoch, zuletzt teils sogar noch gestiegen.

In dem Artikel von Obmann et al. findet man diese bittere Zwischenüberschrift:

„Wer Anfang 50 ist, gilt als Kostentreiber“

Die Begründung in diesem Fall: Wer Anfang 50 ist, wird teuer. Hohe Gehälter, Rückstellungen für Altersvorsorge und Restrukturierungen machen diese Gruppe für Unternehmen zum Kostenfaktor.

Wie werden die kurzfristigen Aussichten eingeschätzt?

Es wird damit gerechnet, dass die Zahl der arbeitslos gemeldeten Führungskräfte in diesem Jahr weiter steigen wird. Viele Unternehmen haben Sparprogramme in der internen Verwaltung gerade erst angekündigt oder planen dies noch.

Fußnoten

  1. In einem anderen Bericht über den angekündigten Personalabbau im journalistischen Bereich heißt es: »RTL will den Stellenabbau möglichst sozialverträglich gestalten. Dazu wird ein Abfindungsprogramm aufgesetzt und eine Transfergesellschaft gegründet, in der die betroffenen Mitarbeitenden etwa ein Jahr lang angestellt bleiben können. Auch Altersteilzeitregelungen sollen ermöglicht werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen „möglichst“ vermieden werden.« (Quelle: RTL streicht 230 Jobs im News-Bereich, in: Handelsblatt, 08.01.2026).
    ↩︎
  2. Der eine oder andere wird sich möglicherweise fragen, was das denn sein soll – eine „hohe KI-Anfälligkeit“ von Berufen. Also befragen wir die KI selbst. Und man bekommt beispielsweise diese Antwort: Unter der KI-Anfälligkeit von Berufen versteht man, wie stark Tätigkeiten oder ganze Berufe durch Künstliche Intelligenz automatisiert, unterstützt oder ersetzt werden können. Es geht also nicht darum, ob ein Beruf „verschwindet“, sondern wie sehr sich seine Aufgaben durch KI verändern. Ein Beruf ist umso KI-anfälliger, je mehr seiner typischen Aufgaben: routinehaft, regelbasiert, daten- oder textlastig, klar strukturierbar sind – denn genau darin ist KI besonders stark. Beispiele für eine hohe KI-Anfälligkeit: Datenerfassung, einfache Buchhaltung, Übersetzungen einfacher Texte, standardisierte Kundenanfragen (Chatbots), Teile der juristischen Recherche. Als Beispiele für eine geringe KI-Anfälligkeit werden genannt: Pflegeberufe, Handwerk, Erziehung, Psychotherapie, kreative oder strategische Führungsaufgaben. Hier spielen menschliche Fähigkeiten wie Empathie, körperliche Geschicklichkeit, situatives Urteilsvermögen oder soziale Interaktion eine große Rolle. Die KI (in diesem Fall ChatGTP) legt Wert auf die Feststellung: KI-Anfälligkeit bedeutet nicht automatisch: „Dieser Beruf wird ersetzt“, sondern eher „Dieser Beruf verändert sich, weil KI bestimmte Aufgaben übernimmt“. Viele Berufe würden dadurch produktiver werden, nicht überflüssig. ↩︎