Die KI und die negativen Auswirkungen (nicht nur) auf Einstiegsjobs

Immer öfter findet man in der Wirtschaftspresse Berichte, dass durch „die“ KI Arbeitsplätze wegfallen. Zuweilen hat man den Eindruck, dass ganze Berufsgruppen zur Disposition stehen.

Nehmen wir den Journalismus. »In einer Mitteilung von RTL klingt es, als ginge es bei der Sendergruppe bergauf. Die Wahrheit ist eine andere: 230 Arbeitsplätze für Journalisten fallen weg. Die Künstliche Intelligenz übernimmt«, so Michael Hanfeld in seinem Kommentar KI statt Journalisten. Lesen wir weiter:

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Die Bedrohung der Drehbuchautoren und Schauspieler durch die KI – und ein vorerst erfolgreicher Streik in den USA dagegen

Ich hatte in der letzten Veranstaltung bei der Besprechung der Arbeitsmarkt-Auwirkungen der KI auch kurz das Beispiel der Filmindustrie genannt. Und dass es in diesem Bereich in den USA sogar einen längeren Streik gegeben hat, bei dem es nicht nur um Lohn- bzw. Honorarerhöhungen ging, sondern der Arbeitskampf richtete sich ausdrücklich auch gegen mögliche negative Beschäftigungsfolgen der KI in dieser Branche.

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Wie kann es weitergehen mit der deutschen Industrie?

Wir haben uns intensiv die Diskussion über die (umstrittene) These einer „Deindustrialisierung“ angeschaut und Sie haben durchaus gewichtige Argumente kennen gelernt, die uns die Sorgenfalten ins Gesicht treiben sollten, vor allem eingedenk der Tatsache, welche überdurchschnittliche Bedeutung die Industrie sowohl für die Wertschöpfung wie auch für die Beschäftigung in Deutschland hat. Und die zuletzt vorgenommene Betrachtung der veränderten Wettbewerbssituation zwischen Deutschland und China und die chinesischen Erfolge in den Kernbereichen der deutschen Industrie (sowohl in der Automobilindustrie wie auch im Maschinenbau und in der Chemie) sollte die Sorgen weiter befeuert haben.

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China, immer dieses gar nicht so einfache China. Ein paar ergänzende Literaturempfehlungen für die Interessierten

Ich hoffe, dass Ihnen mit der Behandlung der chinesischen Immobilienkrise deutlich geworden ist, dass es nicht nur dieses beeindruckende und viele auch erdrückende chinesische „Erfolgsmodell“ gibt, das sich nicht nur in einer Überflutung des Globus mit immer mehr und immer besseren chinesischen Exportprodukten zeigt, sondern auch an dem scheinbar unaufhaltsamen technologischen Aufstieg bzw. Verselbstständigung der chinesischen Volkswirtschaft. Es gibt eben auch eine ganze Reihe an „Schattenseiten“ des chinesischen Modells, die vor allem viele Menschen in China erfahren müssen.

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Beziehungsstatus? Definitiv geändert! Die neue Nationale Sicherheitsstrategie der USA

Man musste ja mit Blind- und Taubheit geschlagen sein, wenn man nicht die vielen Hinweise auf eine Abkehr des bisherigen „Verbündeten“ USA von Europa in den vergangenen Monaten wahrgenommen hat. Donald Trump und seine Entourage haben an vielen Stellen deutlich gemacht, was sie von Europa halten. Nichts. Und welche Rolle sie den europäischen Staaten in Zukunft zuschreiben wollen, das kann man nun schriftlich nachlesen. In aller Deutlichkeit.

Das Weiße Haus hat nun die neue „Nationale Sicherheitsstrategie“ der Vereinigten Staaten veröffentlicht – und die hat es wahrlich in sich. In mehrfacher Hinsicht, nicht nur hinsichtlich der Vorstellungen, die man offensichtlich in der Trump’schen Administration hat hinsichtlich der zukünftigen Beziehungen zu den europäischen Staaten. Sie können das garnicht überschätzen, was dort in Worte gefasst wurde.

Hier können Sie die im Original herunterladen:

➔ The White House (2025): National Security Strategy
of the United States of America
, Washington,
November 2025

Bitte laden Sie sich das Dokument herunter – es sind auch nur schlappe 29 Seiten, die es aber in sich haben. Bitte lesen Sie auf alle Fälle schon aus egoistischen, weit über mein VWL-Modul hinausreichenden Gründen mindestens das Kapitel, in dem es um die US-amerikanische Strategie Europa betreffend geht (unter der wohlfeil daherkommenden Überschrift „Promoting European Greatness“, S. 25-27).

China. Da muss man – gerade aus „deutscher“ Sicht – in diesen Zeiten genauer hinschauen. Vor allem auf den Hightech-Wettlauf

Wir haben heute in der Vorlesung ausführlich gesprochen zum einen über die Geschichte des deutschen Geschäftsmodells, das uns viele Jahrzehnte gut getragen hat und das uns zur derzeit (noch) drittgrößten Volkswirtschaft mit viel Wohlstand gemacht hat. Dazu ausführlicher der Beitrag Made in Germany? Es war einmal ein Exportweltmeister. Aufstieg und Fall eines Geschäftsmodells, den wir besprochen haben. Und ich habe Ihnen eine Zusammenfassung wichtiger Aspekte aus dem Ihnen vorliegenden Beitrag von Christoph Scherrer1 präsentiert.

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Made in Germany? Es war einmal ein Exportweltmeister. Aufstieg und Fall eines Geschäftsmodells

Viele Dinge, die heute um uns herum passieren und die aufgeregt diskutiert werden, lassen sich nur verstehen, wenn man den Blick zurück richtet und sich anschaut, wie sich das entwickelt hat. Das gilt auch und gerade für komplexe Volkswirtschaften.

Made in Germany: Das Geschäftsmodell der Bundesrepublik steht nach jahrzehntelangem Erfolg am Scheideweg. Wie es dazu kam, wer Deutschland am meisten zusetzt – damit beschäftigen sich Gröbner et al. (2025)1 in einem Beitrag, aus dem hier zitiert werden soll.

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China, immer wieder China. Die „Seltenen Erden“ hatten wir schon, aber das Thema ist (nicht nur, aber gerade auch) für Deutschland viel größer

Wir hatten in der VWL-Veranstaltung bereits das Thema Lieferengpässe bei den sogenannten „Seltenen Erden“ als ein Beispiel aus der aktuellen weltwirtschaftlichen Entwicklung angesprochen. Vor dem Hintergrund der von China verhängten Lieferbeschränkungen bzw. -einstellungen dieser gerade für die Industrie so bedeutsamen Metalle. Auch hier stand und steht der große Konflikt zwischen den USA und China im Mittelpunkt, wir sind sozusagen der Kollateralschaden dieser immer heftiger geführten Auseinandersetzung zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Der aggressive Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump und die zunehmend aggressiver werdenden Reaktionen der Chinesen haben dann zu dem neuen Lieferproblemen bei den „Seltenen Erden“ geführt. Zwischenzeitlich haben sich die beiden Streithähne vorübergehend zusammengerauft und die Eskalationsspirale wieder zurück gedreht. China hat in Aussicht gestellt, vorläufig mal die Belieferung wieder für ein Jahr laufen zu lassen (obgleich aus der Praxis berichtet wird, dass es weiterhin massive Störungen in den Lieferketten gibt, aber das wird in den Medien gar nicht mehr behandelt).

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Die Industrie, der Strom – und der Industriestrompreis. Aber nicht für alle Industrieunternehmen und mit Auflagen

Wir haben im großen Themenfeld der Diskussion, ob wir uns in einer Phase der Deindustrialisierung befinden, auch über konkrete wirtschaftspolitische Maßnahmen gesprochen, darunter den sogenannten „Industriestrompreis“. Über die Einführung einer solchen Strompreissubvention haben sich die Parteien der schwarz-roten Regierungskoalition nun verständigt und das soll mit Wirkung zum 1. Januar 2026 umgesetzt werden.

Man muss an dieser Stelle – auch für eine bessere Einordnung dessen, was jetzt auf den Weg gebracht wurde – kurz darauf hinweisen, dass die Diskussion bereits seit längerem läuft.

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